Elektrofahrräder werden immer beliebter – und das aus gutem Grund. Die Technologie hat sich in den letzten ein bis zwei Jahren erheblich verbessert. Mit deutlich längerer Akkulaufzeit, besserer Verarbeitungsqualität und attraktiverem Design machen E-Bikes inzwischen allein in den USA ein Viertel aller Fahrradverkäufe aus. Das ist ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu vor nur wenigen Jahren.
E-Bikes gewinnen also an Beliebtheit, und die meisten Menschen sind sich einig, dass E-Bikes eine praktikable Form der Fortbewegung sind – sowohl für den Arbeitsweg als auch für die Freizeit. Dennoch herrscht noch immer etwas Verwirrung darüber, welcher E-Bike-Typ am besten zu den individuellen Bedürfnissen passt: Gasgriff oder Tretunterstützung?

Gasgriff vs. Tretunterstützung – Was ist besser?
Die Wahl des richtigen Fahrmodus kann gerade für Neueinsteiger in die Welt der E-Bikes schwierig sein – es sei denn, man ist mit den richtigen Informationen ausgestattet. Aus diesem Grund haben wir einen klar verständlichen, jargonfreien Artikel erstellt, der Ihnen hilft, die richtige Entscheidung zu treffen: E-Bike mit Tretunterstützung oder e bike mit Gasgriff?
Tretunterstützung und Gasgriff sind die beiden gängigsten Betriebsarten für E-Bikes. Sie funktionieren jedoch unterschiedlich und haben jeweils eigene Vor- und Nachteile. Um die Entscheidung zu erleichtern, schauen wir uns beide Typen näher an. Aber zuerst die Grundlagen: Was genau ist Tretunterstützung und was ist ein Gasgriff?
Was ist Tretunterstützung?
E-Bikes mit Tretunterstützung kombinieren den Einsatz eines Akkus mit dem Pedalieren. Beide arbeiten zusammen, um ein kraftunterstütztes Fahrerlebnis zu bieten. Besonders in Ländern, in denen Radfahren ein alltägliches Fortbewegungsmittel ist, sind diese Bikes sehr beliebt.
Trotz verbreiteter Missverständnisse sind E-Bikes mit Tretunterstützung nicht zwangsläufig schwer – zumindest nicht im Vergleich zu älteren Modellen. Allerdings könnte man ein zusätzliches Gewicht spüren, wenn die Tretunterstützung ausgeschaltet ist.
Fährt man ein E-Bike mit maximaler Tretunterstützung, erlebt man ein wahres Gefühl von "Freiheit", da man mit wenig Anstrengung mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs ist. Allerdings sollte man gerade bei schlechtem Wetter auf potenzielle Risiken achten.
Darüber hinaus wird das Bergauffahren mit Tretunterstützung deutlich einfacher – selbst auf niedriger Unterstützungsstufe. Auch auf flachem Terrain reicht die Geschwindigkeit in der Regel aus.
In der Europäischen Union sind E-Bikes mit Tretunterstützung gesetzlich auf eine maximale Geschwindigkeit von 25 km/h und eine Motorleistung von 250W begrenzt. Solange der Motor nur beim Treten unterstützt, gelten sie als Pedelecs und dürfen ohne Zulassung, Versicherung oder Führerschein im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden.

Was ist mit dem Gasgriff?
Im Gegensatz zur Tretunterstützung wird bei E-Bikes mit Gasgriff die Geschwindigkeit durch einen Drehgriff geregelt, ähnlich wie bei einem Motorrad. Dieser ist in der Regel am Lenker angebracht und treibt den Motor direkt an – ganz ohne Pedalieren. Einfach den Griff drehen, und los geht's.
Gasgriff-E-Bikes sind besonders dann praktisch, wenn der Fahrer wenig Energie hat und ohne zu treten eine angemessene Geschwindigkeit erreichen möchte – auch wenn man bei Bedarf trotzdem in die Pedale treten kann.
In der Europäischen Union unterliegen E-Bikes mit Gasgriff ebenfalls klaren gesetzlichen Regelungen.
Gemäß der EU-Norm EN15194 dürfen zulassungsfreie E-Bikes (Pedelecs):
-Eine Motorleistung von maximal 250 W haben.
-Nur beim Pedalieren unterstützen.
-Die Motorunterstützung muss sich bei 25 km/h automatisch abschalten.
Ein E-Bike mit einem Gasgriff, das ohne Pedalieren schneller als 6 km/h beschleunigt oder die Leistung von 250 W überschreitet, gilt nicht mehr als Pedelec. Es wird als Kraftfahrzeug eingestuft und unterliegt:
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Zulassungspflicht
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Versicherungspflicht
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Helmpflicht
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Nutzungsbeschränkungen im öffentlichen Verkehr (z. B. Verbot auf Radwegen)
Tretunterstützung vs. Gasgriff – Was ist sicherer?
Die Frage nach der sichereren Variante ist umstritten. Beide Systeme haben eigene Merkmale und Vorteile. Tretunterstützte E-Bikes erreichen meist höhere Geschwindigkeiten, aber der Unterschied ist selten sicherheitsentscheidend.
Letztlich hängt die Sicherheit vom Fahrer ab – von dessen Fahrweise und Verantwortung. Unabhängig vom System fahren die meisten Menschen ohnehin in ihrer gewohnten Geschwindigkeit. In Bezug auf Sicherheit gibt es daher kaum relevante Unterschiede zwischen Tretunterstützung und Gasgriff.
Ein weiterer Aspekt ist, dass E-Bikes generell mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Maximalgeschwindigkeit ausgestattet sind. Diese kann je nach Land oder Bundesstaat stark variieren. Aufgrund dieser Begrenzung gibt es sicherheitstechnisch keinen entscheidenden Unterschied zwischen beiden Systemen.

Vor- und Nachteile von Tretunterstützung und Gasgriff
Die Frage, welches System besser ist, ist sehr subjektiv und hängt stark von den individuellen Bedürfnissen ab. Ein Blick auf die Vor- und Nachteile beider Systeme kann jedoch helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Vorteile von E-Bikes mit Tretunterstützung
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Zusätzliche Unterstützung beim Pedalieren führt zu einem natürlichen und angenehmen Fahrerlebnis.
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Sanftere Fahrt und in der Regel längere Akkulaufzeit als bei Modellen mit Gasgriff.
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Ideal für längere Strecken und für Menschen, die sich leicht bewegen möchten.
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Fördern körperliche Aktivität und reduzieren den CO2-Ausstoß.
Nachteile von E-Bikes mit Tretunterstützung
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Oft teurer als Modelle mit Gasgriff.
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Benötigen körperlichen Einsatz – der Motor unterstützt nur beim Treten.
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Weniger geeignet für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder dem Wunsch nach mühelosem Fahren.
Vorteile von E-Bikes mit Gasgriff
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Sehr einfach zu bedienen – ideal für entspannte Fahrten oder bei geringer Energie.
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Oft günstiger als E-Bikes mit Tretunterstützung.
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Perfekt für kurze Strecken und spontane Erledigungen.
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Schnelle Beschleunigung ohne große Anstrengung.
Nachteile von E-Bikes mit Gasgriff
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Kürzere Akkulaufzeit durch ständige Energiezufuhr.
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Weniger umweltfreundlich – keine Förderung der Bewegung.
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Nicht ideal für lange Strecken oder bergiges Terrain.
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Manche Modelle sind schwerer und schwieriger zu manövrieren, vor allem im Gelände.
Fazit
Die Entscheidung zwischen einem E-Bike mit Gasgriff und einem mit Tretunterstützung ist im Grunde nicht kompliziert und hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, aber letztlich läuft es auf eine einfache Frage hinaus: Suchen Sie ein müheloses Fahrerlebnis oder etwas, das etwas mehr Einsatz erfordert?
Wer sich gerne bewegt, ohne sich zu verausgaben, ist mit Tretunterstützung gut beraten. Wer hingegen eine vollständig mühelose Fahrt sucht, sollte über ein Modell mit Gasgriff nachdenken. So einfach ist das!
Welches E-Bike für Sie am besten geeignet ist, hängt letztlich von Ihrem persönlichen Fahrstil und Ihren Nutzungsabsichten ab. Egal, ob Sie sich für ein Modell mit Tretunterstützung oder Gasgriff entscheiden: Achten Sie auf Qualität, Langlebigkeit und darauf, dass das Fahrrad zu Ihnen passt.
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Rechtlicher Hinweis zur EU-Vorgabe
Es ist wichtig zu betonen, dass die Elektrofahrräder von Fiido gesetzeskonform und legal sind. Wir raten Kunden in Europa davon ab, E-Bikes mit Gasgriff zu kaufen, die schneller als 25 km/h fahren oder mehr als 250 W Leistung haben.
Laut EU-Norm EN15194 gelten E-Bikes nur dann als zulassungsfrei, wenn:
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Der Motor eine Dauerleistung von maximal 250 W hat.
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Der Motor nur beim Treten unterstützt und sich bei 25 km/h automatisch abschaltet.
Alles darüber hinaus wird in vielen Ländern wie ein Kleinkraftrad behandelt und ist zulassungspflichtig. Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf über die Vorschriften in Ihrem Land.
Gute Fahrt!